Samstag, 17. Januar 2015

Pegida-Gründer Lutz Bachmann im Exklusiv-Interview

Der Migrant (*1973 / DDR) stand uns Rede und Antwort.
Dresden (and) - Interviews mit Pegida-Teilnehmern sind sehr selten, da Sie sich gegenüber der Presse sehr skeptisch zeigen und behaupten, dass Medien Tatsachen frei erfinden würden. Aus diesem Grund wird die Presse durch Pegida oft als "Lügenpresse" betitelt. MorgenSchau konnte nun allerdings den vorbestraften Pegida-Führer Lutz Bachmann zu einem exklusiven Interview überzeugen.

MorgenSchau: Herr Bachmann, wie stehen Sie zur Meinungsfreiheit?

Bachmann: Meinungsfreiheit ist eines unserer höchsten Güter in unserer Demokratie. Das ist letztendlich auch der Grund warum wir bei Pegida inzwischen mit der Nachricht "Je suis Charlie" und mit dem Titelbild von Charlie Hebdo demonstrieren. Damit zeigen wir eindeutig, dass Satire alles darf.

MorgenSchau: Sie unterstellen dem Titanic-Magazin, dass ein Interview nicht stattgefunden habe und möchten nun mit juristischen Mitteln gegen das Satire-Magazin vorgehen. Ist das korrekt?

Bachmann: Ja, das stimmt. Es ist eine Riesenschweinerei Satire für eigene Interessen zu benutzen. Und dann auch noch falsche Tatsachen zu verbreiten. Am Ende werden noch Karikaturen von mir veröffentlicht. Wo soll das hinführen?

MorgenSchau: Wo möchten Sie denn die BRD hinführen?

Bachmann: Zuerst muss man sagen, dass es die BRD gar nicht gibt, das ist eine Lüge wie auch die meisten meiner Mitläufer an den Demonstrationen wissen. Weiterhin möchten wir das Land sensibilisieren, um zunächst die europäischen Außengrenzen höher zu ziehen, damit wir das Flüchtlingsthema in Zukunft nicht mehr thematisieren müssen. Dann müssen wir nun noch alle bisherigen Asylsuchenden Menschen abschieben und wir können Pegida auflösen.

MorgenSchau: Sie sind in ihrer Vergangenheit selbst nach Südafrika geflohen, da Sie aufgrund verschiedener Delikte wie Körperverletzung, Einbruch, Diebstahl und Kokainbesitz verurteilt wurden. Ist das nicht ein wenig paradox?

Bachmann: Das ist gemein, das ist nämlich schon ein paar Jahre her und die Bewährung läuft im Februar diesen Jahres aus. Außerdem darf ich das weil ich Deutscher bin.

MorgenSchau: Genau genommen sind Sie aber nicht in Deutschland, sondern in der DDR geboren. Fühlen Sie sich gut integriert?

Bachmann: Dank dem Begrüßungsgeld, das ich ohne Gegenleistung bekommen habe, konnte ich mich gut in der Neonazi-Szene integrieren und habe inzwischen auch die arische Sprache gut gelernt.

MorgenSchau: Sie sagten der ideale Einwanderer sei freundlich, aufgeschlossen, dunkelhäutig und besitze ein freundliches Lachen. Sollten nicht auch Deutsche freundlich und aufgeschlossen sein und ein freundliches Grinsen besitzen? Und was ist mit weißen Geflüchteten?

Bachmann: Nein, das habe ich nicht gesagt. Das war mein Kumpel Bernd Lucke von der AfD. Sind sie von der Presse? Warum rede ich überhaupt mit Ihnen?

MorgenSchau: Herr Bachmann, wir bedanken uns für das Interview.

Bachmann: Interview? Lügenpresse, Lügenpresse!