Sonntag, 15. Februar 2015

Wegen Terrorgefahr alle Karnevals-Umzüge am Montag abgesagt

Abgesagt: Alle Karnevals-Umzüge an Rosenmontag
Berlin (and) - Wie Innenminister Thomas de Maizière Sonntagmittag mitteilte seien alle Karnevalsumzüge für Rosenmontag abgesagt. Hintergrund sei eine konkrete Gefährdung durch einen Anschlag mit islamistischem Hintergrund in Braunschweig. Das Braunschweiger Bündnis gegen Rechts veröffentlichte zeitnah nach der Absage eine Pressemitteilung, in der es heißt:
"Ein geplanter Terroranschlag auf den Karnevalsumzug ist eine Bedrohung aller Menschen dieser Stadt, egal welcher Herkunft sie sind oder welcher Religion sie angehören. Gerade deshalb darf diese Bedrohung nun nicht dazu missbraucht werden, um Hass gegen unsere Mitmenschen muslimischen Glaubens zu schüren. Wir appellieren an die Braunschweigerinnen und Braunschweiger sich auch weiterhin nicht aus Angst und Sorge vor solchen Anschlägen vor den Karren von antimuslimischen und rassistischen Bewegungen spannen zu lassen. Wir als Bündnis gegen Rechts werden uns durch solche Terrordrohungen nicht davon abhalten lassen, auch weiterhin für eine bunte, antirassistische und tolerante Stadt einzutreten."
Bestätigt sehen sich sämtliche rechten Parteien und Bewegungen wie der Alternative für Deutschland, der NPD, der Identitären Bewegung und Pegida, welche bereits seit Jahren wussten, dass jeder der vier Millionen Muslime in Deutschland ein Terrorist sei.

Selbstverständlich sind nicht alle Umzüge für Rosenmontag abgesagt. Dass der Umzug in Braunschweig abgesagt werden musste bedauert unsere Redaktion. Allerdings müssen wir froh sein, dass wir ein funktionierendes System besitzen, das mögliche Terroranschläge minimiert. Man möge sich nicht vorstellen wie sich die rechte Szene bei einem tatsächlichen Terroranschlag bestätigt fühlt. Dieser Artikel wird sich durch die geringe Medienkompetenz rechter Strömungen sehr schnell verbreiten und soll aufzeigen, dass es in dieser Szene ausreicht sich seine Meinung durch Überschriften zu bilden.