Dienstag, 3. März 2015

Deutsche Vereine lehnen Edathys Bußgeld geschlossen ab

Deutschland (and) - Der Kinderschutzbund kündigte am Dienstagmittag an auf das Bußgeld in Höhe von 5.000 Euro zu verzichten. "Es dürfe nicht der Eindruck entstehen, dass es möglich sei, sich von Vergehen gegen Kinder freikaufen zu können" so eine offizielle Stellungnahme zu dem gestrigen Gerichtsurteil (MorgenSchau berichtete). Inzwischen werde gerichtlich geprüft ob eine Zahlung an ähnliche gemeinnützige Vereine möglich sei.

Hunderte Vereine kündigten derweil in sozialen Medien an sich von dem Ablasshandel mit Kindesmissbrauch zu distanzieren und ein mögliches Bußgeld von Edathy abzulehnen. So kommentierte die Nutzerin Anna B. auf Facebook: "Verhältnismäßig müsste theoretisch ein Hartz 4 Empfänger nach einer solchen Tat 2,50 Euro Strafe bezahlen. Eine Freiheitsstrafe ist hier mehr als nur angebracht."

Mit dieser Grafik kündigen hunderte Vereine an sich ebenfalls von einer möglichen Spende zu distanzieren.
Auch der Schauspieler Til Schweiger, der sich seit vielen Jahren für den Schutz von Kindern einsetzt äußerte sich zum Edathy-Fall: "Die gute Vertuschung des Missbrauch-Skandals der Kirche muss doch jedem Pädophilen so richtig Mut gemacht haben."