Sonntag, 12. April 2015

100.000 Menschen erwartet: Pegida-Auftakt in Stadion verlegt

Dresden (MS) - Aus Platz- und Sicherheitsgründen muss die bevorstehende Pegida-Demonstration am 13. April in das Stadion Dresden verlegt werden. Der Spaziergang beginnt mit einer Kundgebung um 18:00 Uhr im Stadion Dresden, wo sie nach dem Spaziergang und einer Abschlusskundgebung auch wieder endet. Dies teilte der neue Pressesprecher Frank Franz am späten Sonntagabend auf einer Pressemitteilung mit.
Das Stadion Dresden bietet genügend Platz für die
Auftaktkundgebung von Pegida XXIII um 18:00 Uhr.

"Eine große logistische Herausforderung"
Auf Nachfrage von MorgenSchau, wie es zu der Verlegung gekommen sei, erklärt Franz: "Aufgrund unserer großartigen Mobilisierung erwarten wir am Montag rund 100.000 Demonstranten aus ganz Deutschland zu unserer breiten Bürgerbewegung. Diese Menschenmasse können wir unmöglich mit unserem Anhänger beschallen. Weiterhin sind wir an diesem Ort ungestört von Gegendemonstranten, denn diese Demonstration stellt für uns ohnehin eine große logistische Herausforderung dar. Da wir Demonstranten aus ganz Deutschland erwarten haben wir auch den Beginn der Demonstration auf 18:00 Uhr verlegt."

Angst durch Verlegung "Spaziergänger zu verwirren"
Um alle Demonstranten zu erreichen und keine Verwirrung zu stiften schaltete Pegida zwischenzeitlich kostenintensive Werbung auf Webseiten wie Bild.de. "Wir möchten sichergehen, dass auch alle Spaziergänger trotz des Ortswechsels bescheid wissen, nicht dass am Ende noch Spaziergänger unwissend in der Flutrinne stehen", so Franz. Über die Höhe der Werbekosten wollte Franz keine Angaben machen.

Stargast Geert Wilders sagt Auftritt ab
Wie Blu-News berichtet musste aufgrund "erheblicher Sicherheitsbedenken" auch Stargast Geert Wilders seinen ankgekündigten Auftritt bei Pegida absagen. "Antifa", Linke und Grüne hatten im Vorfeld angeblich Angriffe auf die Veranstaltung angekündigt. Auch habe es massive Bedrohungen gegeben. Dies sei auch einer der Gründe warum die Kundgebungen nun im Stadion stattfinden.

Gegenaktionen finden wie geplant statt
"Um ein klares Zeichen gegen rechtes Gedankengut zu setzen werden wir trotzdem wie geplant sämtliche Aktivitäten in der Stadt durchführen", erklärt das Bündnis Dresden Nazi-Frei auf Nachfrage von MorgenSchau.

Empfohlen wird die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
  • Straßenbahnen: Linien 10, 11, 13 (Haltestellen Lennéplatz, Großer Garten)
  • Bus: Linie 75 (Haltestelle Lennéplatz)
  • Zug: Bis Hauptbahnhof, danach Tram Linie 11 oder ca. 10 Minuten Fußweg